Thüringen - unterwegs in Erfurt, im Hainich, auf der Werra und diversen Burgen

Aus Gracies Reisetagebuch:

 

Auf einer Tour durch Thüringen sollte man sich Erfurt nicht entgehen lassen, denn hier findet man in jeder Straße ein bißchen faszinierendes Mittelalter.

Mir gefallen besonders die kleinen, altertümlichen Hundesockel vor den Haustüren, von denen man einen guten Überblick über das Treiben vorbeiflanierender Artgenossen und ihren Menschen hat.

 

 

 

In Erfurt haben nicht nur so geschichtsträchtige Leute wie Adam Riese oder Martin Luther gelebt - nein, auch das Sandmännchen ist hier anzutreffen.....

 

 

 

 

..... ebenso wie Tabaluga.....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.....und Bernd, das Brot.

Bernd sollte man unbedingt aufsuchen, wenn man unter an einem Übermaß guter Laune leidet. Wenn es Ihnen auch manchmal peinlich ist, unter all Ihren perfekt griesgrämigen Artgenossen grundlos gute Laune zu haben, können Sie sich bei Bernd Expertenrat holen, wie man in wenigen Schritten zum Sauertopf wird.

Bernd das Brot - Meister der Muffeligkeit!

 

 

 

Ein ganz neues Gefühl für das Leben als Wachhund bekommt man auf der alten Festung am Petersberg.

Man fühlt sich sofort mächtig wichtig und stark, wenn man vom Verteidigungswall den Blick über das ausgebreitete Land schweifen lässt.

Ich hätte jetzt gern eine kleine Rüstung, dann würde es sich noch authentischer anfühlen.

Noch ein paar Eindrücke aus Erfurt:

Paddeln auf der Werra ist eine lustige Sache.

Besonders nach mehreren Tagen Dauerregen und daraus folgendem Hochwasserstand. Mit eingebauten Stromschnellen.

Ich hatte alle Pfoten voll zu tun, meine vier Paddler auf Kurs und das Boot über Wasser zu halten. Und uns tapfer vor feindlichen Schwänen zu beschützen.

Deshalb existiert von dieser Exkursion nur ein einziges Photo - beim Einsteigen.

 

Nachdem ich mich auf der Petersburg in Erfurt so intensiv in das Leben als mittelalterlicher Ritterhund eingefühlt hatte, ist ein Besuch der Wartburg in Eisenach geradezu Pflicht.

Hier eröffne ich die Tafelrunde.

 

 

 

Hübsche Burgfräuleins (oder heißen die Burgfrauchen???) haben die hier!

Wartburg-Impressionen:

Ich mag Katzen. Doch doch.

Ich lasse es mir nur nicht immer so anmerken.

Als Hund hat man ja auch einem gewissen Klischee gerecht zu werden. Und das erfülle ich voll und ganz.

Bei einem Besuch im Hainich, einem von Deutschlands Nationalparks in dem etwa 30 Wildkatzen leben, gebe ich allerdings den Katzenfreund.

Ich bin etwas belustigt, denn die Wildkatzen sehen schnurrhaargenauso aus wie die Mieze von unseren Nachbarn.
"Wenn das eine WILDkatze ist, bin ich ein Wolf." raune ich Frauchen zu. Aber sie meint, ich hätte einfach keine Ahnung und sie würde den Unterschied schon sehen.

Pah, alte Angeberin!

 

 

 

"Guck Frauchen, SO sieht eine echte Wildkatze aus!!!"

Nachdem ich mir soviel Mühe gegeben habe, Steffi mit der Steinkatze über das Aussehen einer echten Wildkatze zu überzeugen, muss sie natürlich gleich wieder ein Exempel statuieren.

"Gracielein, Kunst muss nicht immer etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben - schau dir DAS mal an......

 

 

 

 

...... sieht SO etwa ein echter Mensch aus?"

 

Ich bin mir nicht sicher, ob sie den linken oder den rechten meint.

Traue mich aber nicht, zu fragen.

An unserem letzten Tag machen wir etwas Tolles - wir wandern durch die Drachenschlucht bei Eisenach!

Oh hund, bin ich aufgeregt!

Ob wir hier wirklich einen echten Drachen treffen?

Und wird er genauso harmlos aussehen wie die sogenannten "Wild"katzen? Vielleicht so wie Tabaluga?

Wird er Feuer speien? Werde ich meine Familie vor ihm beschützen müssen? Man trägt ja eine gewisse Verantwortung als Familienhund.

 

 

Doch so eifrig ich auch suche - ich finde noch nicht mal die Schuppe eines Drachens.

Steffi meint, er wäre wohl gerade verreist.

Vielleicht schaut er sich Celle an, während wir hier in Thüringen sind?

Wer weiß das schon?

 

Wir müssen also nochmal wiederkommen......

November 2017