Wandern im Naturpark Lüneburger Heide rund ums Jahr

Der Naturpark Lüneburger Heide mit immerhin rund 1000 km² liegt nur eine halbe Stunde Fahrt von uns entfernt. Und dort gibt es nicht nur Heide, sondern auch Wälder, Moore und ein paar bezaubernde naturnahe Flüsschen.

Es ist merkwürdig, daß man schon in den entlegensten Winkeln der Erde war, aber von der Heimat vor der eigenen Haustür gar nicht viel kennt. Das wollen wir 2017 ändern! Jedes Wochenende eine andere Wanderung im Naturpark Lüneburger Heide - das ist der Plan.

Los geht's:

1. April: Im Lüsswald bei Unterlüss

Noch sind die Bäume kahl, aber es liegt schon ein Hauch Frühling in der Luft....

9. April: Wanderung entlang der Örtze bei Eversen

Die Beschreibung des Wanderweges sagt, daß am und im Heideflüsschen Örtze nach vielen Jahren Abwesenheit wieder Fischotter leben sollen. Auch wenn wir wissen, daß Fischotter überwiegend nachtaktiv sind, hoffen wir doch, vielleicht einen zu sehen.

 

 

Neben den ersten Frühlingsblümchen, dem gelben Scharbockskraut, sitzen wir an der Örtze und warten auf unseren Otter.

 

 

 

 

 

Leider noch nicht mal die Nasenspitze eines Otters....

 

Wir setzen unseren Weg durch den Wald fort.

Außer dem gelben Scharbockskraut blühen auch schon der Waldsauerklee (links) und die Buschwindröschen (rechts).

An einer kleinen Brücke lassen wir Beine und Seele baumeln.

14. April (Karfreitag): Auf dem Wald-Fluss-Pfad entlang der Örtze bei Müden

Zu Ostern verwandeln sich die kleinen Dörfer der Südheide in kitschig-bunte Kulissen voller Hasen und Eier. Wir können nicht widerstehen....

 

 

Gracie will zeigen, daß sie auch weiß, wie Ostern geht und findet ein kleines Vogelei am Wegesrand.

Auch bei Familie Schwan geht es um Eier: Mutter Schwan sitzt und brütet, Vater Schwan weicht nicht von ihrer Seite.

Das Ausbrüten der Eier dauert ca. 35 Tage und wird in der Regel vom Weibchen allein übernommen. Das Männchen bleibt immer in ihrer Nähe, um sie zu beschützen.

Die Erlen entlang der Örtze zeigen den ersten Hauch von grün, während der Boden schon mit einem dichten Teppich aus Buschwindröschen bedeckt ist.

Hermann Löns über die Örtze:
"Viele Flüsse und Flüsschen hat die Lüneburger Heide; ihr echtester Heidefluß aber ist die Örtze. Sie hat als Heidjerin keine Sehnsucht nach anderen Ländern; in der Heide kommt sie auf die Welt, in der Heide will sie enden. Sie ist so bescheiden, so klug und so still, wie ein richtiges Heidjerkind; es wäre ihr ein Leichtes, wenn sie ihren eigenen Weg ginge bis zum Meere, denn selbst in den trockensten Sommern hat sie Wasser genug. Aber ihr liegt nichts an der weiten Welt.“

November 2017